Tirol und die EU: zwischen Förderung und Überforderung | Folge #31
Shownotes
Keine Passkontrollen, gemeinsamer Binnenmarkt, Erasmus, Förderprogramme – die Europäische Union bringt Tirolerinnen und Tirolern viele Chancen. Gleichzeitig sorgen Themen wie Schwerverkehr, Bürokratie oder neue Verordnungen immer wieder für Diskussionen. Wie kann Tirol seine Stimme in Europa besser einbringen? Und was kann bzw. soll die EU für Tirol leisten? Darüber diskutieren Markus Abwerzger (FPÖ) und Sebastian Kolland (VP Tirol) in Folge #31 „Tirol und die EU: zwischen Förderung und Überforderung“.
Kapitel: 7:46 Tirols Stimme in Brüssel 17:46 Ober sticht Unter 22:09 Zwischen Regionalförderung und Sicherheitspolitik 30:36 Ein Comeback der Einheimischentarife?
Die Episode kann auf YouTube und Spotify als Videopodcast angesehen werden!
Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert „Adlerohren“ auf eurer bevorzugten Podcast-Plattform. Lasst uns eine gute Bewertung da und teilt uns eure Gedanken dazu mit unter adlerohren@tirol.gv.at oder auf unseren Social Media Kanälen.
Transkript anzeigen
00:00:04: Keine Basskontrollen, gemeinsamer Binnenmarkt Erasmus, Förderprogramme.
00:00:08: Die Europäische Union bringt die RollerInnen und Tirol an viele Chancen.
00:00:12: Gleichzeitig sorgen Themen wie Schwerverkehr, Bürokratie oder neue Verordnungen immer wieder für Diskussionen.
00:00:19: Gerade die Roll als Alpen- und Transitland spürt Entscheidungen aus Brüssel besonders stark.
00:00:24: Wie kann Tirols eine Stimme in Europa besser einbringen?
00:00:28: Und was kann bzw soll die EU für Tiroll leisten?
00:00:35: Darüber sprechen wir heute in Adlerohren.
00:00:38: Folge einunddreißig, Tirol und die EU.
00:00:42: Zwischen Förderung und Überforderungen.
00:00:49: Unsere heutigen Podcastgäste Markus Abwärtsgel.
00:00:53: Er ist Clubop-Mann der FPÖ seit Zwei-Tausendfünfzehn im Tiroler Landtag und wohnhaft in Aksams.
00:00:59: Er diskutiert mit Sebastian Kolland, Abgeordneter des Tirolers Volkspartei, Zweitausendzweiundzwanzig in den Landtag eingezogen und in Apps zu Hause.
00:01:20: Hallo und herzlich willkommen.
00:01:22: Ich bin Tatjana Lukasch, das ist Adlerohren der Podcast des Tiroler Landtags.
00:01:27: Ich darf heute bei mir begrüßen den landtagsabgeordneten Sebastian Kolland von der Tirol Erfolgspartei.
00:01:33: Grüß Gott.
00:01:33: Herzlich Willkommen!
00:01:35: Und dem landtag abgeordneten Markus Abwärtsger von der FPÖ, wenn Sie da sind.
00:01:41: Wir sprechen heute über das Thema Tiroll in der EU Und wir starten ja in unserer Sendung immer ganz persönlich ins Thema.
00:01:49: Ich würde mit Ihnen, Herr Kolland, starten.
00:01:52: Haben Sie konkrete Erinnerungen an das Thema Tirol und EU, das aus Ihrem eigenen Leben gegriffen ist?
00:01:59: Ja zuerst herzliches Gottes Gott!
00:02:00: Freut mich dass ich halt hier dabei sein darf.
00:02:03: Ja auf jeden Fall komme ich aus der Gemeinde Epsis eine Grenzgemeinde also Luftlinie wo ich ungefähr fünfhundert Meter von der deutsch-österreichischen Grenze entfernt.
00:02:13: Und dementsprechend hat Europa bei uns immer eine grosse Rolle gespielt, wenn man über die Grenze gefahren ist.
00:02:19: Es war ja doch so dass manches auf deutscher Seite billiger war und wir natürlich dann schon auch immer wieder Ausflüge nach Deutschland gemacht haben und der Grenzübertritt war schon immer auch spannend und auch das Thema natürlich immer Mark wechseln usw.
00:02:31: Also von daher hat man damals schon auch daheim diese Grenzen schon bei uns gespürt und wird es mit dem EU-Beitritt geändert hat.
00:02:40: War das für uns natürlich schon eine neue Situation und hat diese neuen Freiheiten, speziell wenn sie über die Grenze gegangen ist, schon entsprechend auch genossen?
00:02:47: Ja
00:02:48: ich kann mich erinnern es war ein ganz eigenes Gefühl nicht mehr dem Pass her zeigen zu müssen diese aufgelassenen Häuschen an der Grenze
00:02:55: Und man hat manchmal dann, wie soll ich das sagen?
00:02:58: Mit anderem Gewand ist man wieder eingereist als wenn man ausgereist ist.
00:03:04: So war es wieder!
00:03:08: Ja Herr Abwärtske haben Sie auch eine Erinnerung mit uns zu teilen zum Thema Tirol und EU?
00:03:15: Naja logisch.
00:03:16: also habe ich einen Innsbruck studiert und war immer aus der Generation Erasmus und war also zehn Monate an der doch renommiert nun im Universität Robert Schumann in Strasbourg, habe ich studiert eben.
00:03:26: Da hab da Europarecht und Völkerrecht gemacht und das war sehr interessant.
00:03:29: Ich hab damals bin hingangen und hab mir eben angemeldet.
00:03:32: bei der ÖH hat es ja auch so was gegeben und dann hab ich nicht gewusst wo ich hingehen.
00:03:35: Ich habe nur einen Tag Zeit gehabt und dann habe ich geschaut welches Viertel da wo man da wohnen kann und als Kassen Orangerie.
00:03:41: Und ich hab da gefragt was ist das für ein Vierteln?
00:03:43: Ja superviertel!
00:03:43: Das wilde Viertl unter Europarat Der Menschengerichtshof und alles ist da unten, wenn man denkt das nie mit dem Zimmer blingt nicht.
00:03:49: Und dann bin ich hingefahren und dann habe ich die ganzen Willen gesehen und der Park wunderschön immer noch da wohnen.
00:03:54: jetzt ist es super!
00:03:56: Leider Gott, das war das einzige Hochhaus das in der Gegend gegeben hat.
00:03:59: unter mir war KFC Werkstätte.
00:04:01: Ich hab das Zimmer drüber gehabt.
00:04:03: Das war dann schon... Sehr herausfordernd, da zum Lernen.
00:04:06: Weil unter Tag so schnell lernen kann, weil halt gar nicht geworden ist.
00:04:09: Also das einzige Hochhaus, da habe ich gewohnt!
00:04:11: Das war eine Erfahrung... Zum Lernen war es nicht gut aber insgesamt war das natürlich schon ein Riesenerlebnis.
00:04:19: Bei der ersten Fahrlösung war sich dann auch die Kanne auf Französisch nie und nimmer Prüfungen machen.
00:04:23: So weit weg gießt man von der Matura und dann schlussendlich hat's doch geklappt und ich möchte es nicht wissen.
00:04:29: Und das Erasmusprogramm ist also wirklich mein Einstieg, mein persönlicher Einstiege zum Thema Europa.
00:04:36: Danke für die persönlichen Erinnerungen, dass wir damit anfangen können.
00:04:40: und bevor wir jetzt in die Diskussion einsteigen würde sie bitten nochmal ihre politische Position zu Tirol und der EU in unter zwei Minuten darzulegen, damit man einfach mal wissen wo sind wir da haben?
00:04:53: Also ich bin grundsätzlich absolut ein Pro-Europäer weil ich davon überzeugt bin stärker sind und dass es auch für Tirol besser ist, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein.
00:05:03: Und das ist eine gemeinsame Wertegemeinschaft – wir teilen so vieles mit anderen europäischen Ländern.
00:05:08: Dass ich schon überzeugt bin.
00:05:09: die Herausforderungen, die es gibt ja und die sind vorhanden, sehen bei Weiten klein aus wie die Chancende, was wir in Tiroll mit der Europäischen Union haben.
00:05:18: Nichtsdestotrotz müssen die Regionen schauen, dass ihre Interessen auch entsprechend stark vertreten.
00:05:23: Weil du kannst so eine europäische Union mit vierhundertfünfzig Millionen Einwohnern nicht über einen Kamm scheren.
00:05:28: Wir haben so unterschiedliche Topografien und Kulturen usw.
00:05:32: Und dementsprechend muss dies auch berücksichtigt werden.
00:05:34: wenn ich an die Tiroler-Situation denke topographisch bedingt der dreizehn Prozent Dauersiedlungsraum völlig anders wie andere Regionen.
00:05:42: das bedeutet natürlich hoher Druck auf Grund um Boden Entsprechend auch hohe Preise für das Wohnen, die immer Freizeitwohnsitze.
00:05:49: Das ist zum Beispiel etwas wo wir schon darauf schauen müssen dass wir für unsere Bevölkerung entsprechend dieses Grundbedürfnis abtedecken.
00:05:56: Zweites Beispiel Transit-Brennerachse.
00:05:59: Wir haben einfach ein sehr hohes Transit aufkommen durch unser Land.
00:06:03: Dementsprechend müssen wir uns da schützen und die Gesundheit der Bevölkerung voran stellen.
00:06:08: also viele Herausforderungen ja wo man schauen müssen.
00:06:10: die müssen wir bewahren.
00:06:12: aber insgesamt bin ich absolut pro europäisch eingestellt für das Beste, was in Europa in den letzten Jahrzehnten geschaffen wurde?
00:06:18: Sehr gut.
00:06:18: Der Timer hat nicht geleuchtet!
00:06:21: Das Schnellreden hat sich ausgesagt und ist seit rund zwei Minuten geblieben und kennen uns aus.
00:06:26: Komplimentar für jetzt Herr Abwärtske auf dem Wettbewerb.
00:06:30: Ich hoffe
00:06:31: ich schaffe es auch.
00:06:32: Also ich bin persönlich ein glühender Europäer habe aber eine sehr kritische Einstellung zur europäischen Union und das muss man schon ganz klar unterscheiden.
00:06:40: also ich bin für ein starkes Europa.
00:06:43: Ich habe aber ein Problem mit der derzeitigen Ausgestaltung der Europäischen Union.
00:06:47: Ich habe Probleme, wenn ich jetzt wieder in der Zeitung stehe, dass sie für den Apparat Brüssel eine neue Beamte wollen.
00:06:54: Wenn ich sehe, dass sich der Ausschuss der Regionen nur beratende Stimme hat und überhaupt nichts aussagekräftiger gesagt, dann habe ich auch ein Problem.
00:07:07: Die Vorherrschaft haben in der Europäischen Union zu Lasten der Tirolerinnen und Tirol was den Transit betrifft.
00:07:12: Ich habe ein Problem, wenn aus Brüssel Vorschriften kann man mit denen man im Tiroll nichts anfangen kann wo man in den Regionen nichts anfingen kann.
00:07:19: also mein Ziel wäre schon für Tirole mehr Subsidiarität.
00:07:23: die europäische Union soll sich nur da einmischen auf... auf Deutsch gesagt, wo sie ein Mehrwert hat und den sehr in vielen Bestimmungen der Europäischen Union nicht.
00:07:32: Die Europäische Union hat sich leider in eine Richtung entwickelt die mir persönlich nicht gefällt.
00:07:37: Mir gefällt eine Region der Vaterländer das ist mehr zu stärken und weniger feinigte Staaten von Europa.
00:07:43: Wunderbar!
00:07:44: Sie haben es unter zwei Minuten geschafft.
00:07:46: Ich würde sagen, wir steigen ein und das erste Kern, dem er wird Tirols Stimme im Brüssel.
00:07:51: Weil Tiro liegt hier im Herzen Europas – sie haben's auch schon betont – als Durchzugsland- und Bergregion stehen wir vor ganz besonderen Herausforderungen.
00:07:59: Und jetzt gibt's Herr Kolland im Tiroler Landtag einen eigenen EU-Ausschuss in dem alle Landtagsparteien vertreten sind.
00:08:07: Dieser Ausschuss kann offizielle Stellungsnahmen in den EU-Gesetzgebungsprozess einbringen wenn Tiroler Interessen berührt sind.
00:08:16: Wie kann man das schaffen, dass diese Stimme lauter gehört wird und wirklich mitreingenommen wird?
00:08:26: Grundsätzlich muss man sich natürlich veraugen halten wir sind achthunderttausend Tirolern und Tirola bei vierhundertfünfzig Millionen Menschen.
00:08:34: Das heißt natürlich muss man wenn man eigene Interessen vertreten will diese Lautstockvertreten und alle Instrumente nutzen die wir haben Und da gehört der Europaausschuss des Landtags dazu.
00:08:45: Wir haben in der letzten Ausschusssitzung eine Stellungnahme beziehungsweise einen Antrag eingebracht, wo es um Tiroler Interessen geht wenn's um die Wasserstrategie der Europäischen Union geht weil wir sagen Wasser ist ganz essentiell und wir wollen das zu hundert Prozent gesichert weiter in die verfügungshohe über sämtliches Wasser, das bei uns in Tirol vorhanden ist auch entsprechend, dass das klargestellt ist.
00:09:09: Also das heißt wir suchen uns Themen raus wo Tiroler Interessen berührt sind und versuchen dann unseren Standpunkt auch klar zu machen was als Tirolen meines Erachtens ganz wichtig ist.
00:09:19: Wir müssen uns verbündete suchen und das tun wir auch.
00:09:21: es gibt Beispielsweise die AUSALP, das ist eine Vereinigung von achtzig Millionen Menschen.
00:09:26: Von Alpenländern innerhalb der Europäischen Union wo wir ja auch den Vorsitz entsprechend auch immer regelmäßig haben.
00:09:36: und das ist das Entscheidende man muss sich Verbündete suchen wo die Interessenslage gleich ist.
00:09:40: in der Euro-Gio haben wir ebenfalls mit Südtiro und Trentino ebenfalls schon eine größere Einheit.
00:09:47: EU heißt auch Lobbyismus zu betreiben.
00:09:49: Das heißt, wir haben eine Vertretung in die Rolle mit unserem Büro, die einfach die Aufgabe haben gute Vernetzungsarbeit zu leisten genau hineinzuhören in die europäischen Institutionen wo es entsprechende Gesetzesinitiativen für uns relevant sein können und dann dann entsprechend frühzeitig in diesem Gesetzwertungsprozess die Stimme zu erheben und einzugreifen.
00:10:09: Das ist nicht immer einfach, das ist oftmals sehr mühsam und es ist ein borenharter Bretter aber es zahlt sich schon aus.
00:10:15: Ein Beispiel dafür... Ich bin überzeugt dass ohne den Tiroler-Einsatz und auch dem österreichischen Einsatz erst beim Thema Wolf vom Abschuss von großen Beute greifen, dass wir nie so weit wären wie wir bisher gekommen sind haben viele gesagt.
00:10:29: Das können Sie ja gerne versuchen, aber FFH-Richtlinie wird nicht möglich sein.
00:10:33: Jetzt haben wir es doch geschafft!
00:10:34: Wir haben jetzt auch im Tiroler Landtag wieder eine entsprechende Gesetzesnovelle verabschiedet, dass die in den Namen der Abschuss noch leichter wird.
00:10:42: Aber das dauert – das sind Dinge, die oftmals sehr lange brauchen und viel zu lange für uns.
00:10:46: Und ich muss sagen, wir würden uns wünschen, dass es schneller geht, aber es zahlt sich aus wenn man dahinter bleibt und das ist halt auch europäische Politik.
00:10:53: Hartnäckig bleiben, Institutionen entsprechend zu nützen und jede Möglichkeit zu nutzen, auch die eigenen Interessen zu
00:10:58: verdreiten.".
00:10:59: Sehen Sie das auch so, Herr Abwärtskass?
00:11:01: Stimmen Sie damit überein mit Herrn Kolland?
00:11:03: Naja sehr viel gesagt.
00:11:04: Was jetzt nicht unbedingt falsch ist... Das Prinzip ist es ja richtig und das wäre der richtige Weg nur.
00:11:12: Ich vermisse halt dass oft Kiroler Stimme gehört wird im Brüssel.
00:11:16: Das muss man auch ganz klar sagen oder die Alpenregionen gehört werden weil wie gesagt Franzitisch das eine Thema da haben wir halt ganz andere Topografie wie die anderen Länder in Europa oder viele Länder in europa und da wird dementsprechend einfach drüberformt.
00:11:31: Das ist eine Sache, die ich nicht verstehe.
00:11:33: Wir haben alles Alp ist gut und recht.
00:11:35: wir haben den Ausschuss der Regionen aber es sind als beratende Funktionen wo einen für sich nichts durchsetzen aus meiner Sicht nicht immer.
00:11:42: Lobbyismus ist gut ein Recht.
00:11:44: aber da stelle ich mir halt schon die Grundsatz prinzipielle Frage ist dieser Weg denn die Europäische Union einschlägt also jetzt gibt's über Ideen, dass man das Einstimmigkeitsprinzip sozusagen aufgeben soll.
00:11:57: Da habe ich halt die Befürchtung als Tiroler, er hat es gesagt nicht, siebenhundertdreißigtausend, siebhundertfünfzigtausende im zu vierhundert fünfzig Millionen.
00:12:06: Habe dann wirklich noch die Möglichkeit meine Interessen überhaupt wahrzunehmen oder wird's dann noch schlimmer?
00:12:12: aus meiner Sicht schon und aus meiner Sicht ist auch die Bemühungen, die man hat, ist gut und recht.
00:12:18: aber mir fehlt halt dann das Ergebnis.
00:12:21: Beim Thema Wolf beispielsweise muss ich euch schon ein bisschen einen Vorwurf machen, der Tiroler Volkspartei.
00:12:27: Ihr habt es zehn Jahre in der Revierung mit den Gewöhnern in dem Bereich überhaupt nichts weiterbracht, sondern genau das Gegenteil.
00:12:32: Also wir haben Länderkaplikierten beispielsweise wie um Meilen vorauswahren.
00:12:36: jetzt habt ihr nachgeholt.
00:12:38: dank auch der FPÖ, muss ich auch dazu sagen weil wir haben uns damals beim vorletzten Gesetzesnovelle die zweitende Mehrheit verschafft dass dies sofort umgesetzt wird nicht?
00:12:47: Wir haben diese Verordnung, also diesem Gesetzesvorschlag mitgetragen.
00:12:53: Weil wir auch sehen dass das der richtige Weg ist für die Almenregion, für Tirol.
00:12:58: und aber im Prinzip entwickelt sich die europäischen Union dahin, dass die Großen über die Klanen drüberfahren.
00:13:07: Und wenn ich noch mehr Rechte als Klaner aufgehe aus meiner Sicht dann habe in Zukunft Probleme.
00:13:14: Darf ich ganz kurz zum Thema Transit?
00:13:17: Weil das ist schon etwas, was ich immer sehr spannend finde.
00:13:19: Die Freiheitlichen, die Roller Landtag tragen diese strikte Antitransitlinie mit – das stimmt!
00:13:24: Wenn ich dann auf andere Ebenen gehe, auf bundespolitische Ebene oder auf europapolitische Ebne, da bin ich schon mal auch mehr verwundert über dieses Abstimmungsverhalten der Freiheitlichen beispielsweise wenn es um Giga-Liners geht.
00:13:35: Da sehen die Freiheitlichen mittlerweile dafür, die sagen, naja, diese Strassentunnarche mit den Giga Linern,
00:13:39: d.h.,
00:13:40: mehr Fracht bei den Lkw entsprechend draufzupacken.
00:13:43: Da haben sie mitgestimmt und wir wollen ganz klar dagegen Und das ist etwas, was ich nicht verstehe.
00:13:47: Weil wenn man sich anschaut – diese Achslasten bei den Giga-Linern sind enorm und die beschädigen nur mehr Infrastruktur – wir sehen ja, was das betrifft durch ein Leitgeprüft.
00:13:55: Wir sanieren jetzt die Louiebrücke oder richten sie neu?
00:13:58: Wir wissen dass die Europabrücke ebenfalls in den nächsten Jahren entsprechend auch adaptiert werden muss.
00:14:03: Und das sind so Dinge, die ich nicht verstehe.
00:14:05: Beispielsweise hat Nuvos, wenn es um die Verbote geht, Nachtverbotwochen, Fahrverbotsektorales, Fahrverbot ….
00:14:11: Auch da ist die freiheitliche Partei mittlerweile so, dass sie sagt naja das müssen wir uns schon anschauen.
00:14:15: Wir können uns auch überlegen ob man die Lkw-Geschwindigkeit in der Nacht von sechzig auf achtzig Kilometer pro Stunde erhöht.
00:14:22: und wie alle wissen wir sehen einen Hochbilanz des Transitlandes und ich glaube schon dass es für die Tirolerinnen und Tiroler wichtig ist zumindest in der nacht in der Nacht zumindest einmal zur Ruhe kommen zu können.
00:14:32: Und hier sind diese Geschwindigkeitsbeschränkungen wichtig weil wir wissen alle dass bei den Lkws ab vierzig kmh das Rollgeräusch, das Motoren geräuscht deutlich übersteigt und das geht natürlich nicht als lineare Kurve, sondern exponentiell nach oben.
00:14:45: Und wenn ich dann Achtzig KMH noch Sechzig mache, dann ist es aber von der Lernbelastung her eine deutliche Zone mehr und da sind wir ganz klar dagegen.
00:14:53: Bei den Freitagen kennt man sie manchmal nicht ganz aus.
00:14:55: Das ist jetzt die Rollerposition, die österreichische oder Europa-Position.
00:14:58: also da widerspricht man sich meines Erachtens und das finde ich eigentlich nicht sehr stringent und hier sind wir wesentlich klarer in der Positionierung.
00:15:06: Darf ich kurz dazusagen?
00:15:07: Bitte, und dann können wir
00:15:09: vielleicht wieder
00:15:11: zur Diktatur.
00:15:12: Wenn du die wunderschöre, gewisse Abstimmungsverhalten zwischen der ÖVP also zwischen der FPÖ Bund- und der Landesposition muss ich etwas schwunzeln weil was ist mit der Europäischen Volkspartei?
00:15:23: alles so abstimmt in Europa wo ihr überall dabei seid.
00:15:26: ihr seid bei allem dabei was die Rechte der kleineren Staaten einschränken würde.
00:15:32: ihr seid es bei allen Größeren Themenbereichen dabei, ihr seid auch mit der Kommissionspräsidentin von der Leyen, die auch Teil der Europäischen Volkspartei war.
00:15:41: Ihr seid mittendrin bei allen Maßnahmen, die in diesem Bereich gegen Österreich getroffen worden sind.
00:15:48: und eine Sache schon zum Transit – das möchte ich schon noch sagen – also die Transitproblematik wird uns um die Ohren fliegen.
00:15:55: Und zwar spätestens im Herbst weil im Kommission sich auf die Seite Italiens Klagen hat bei der Klage gegen Österreich.
00:16:01: Das heißt es gibt Böse zungen.
00:16:04: wir auch, also man hört das ja dass wir diesen Prozess leider Gottes verlieren werden.
00:16:08: Und da fällt mir der Plan W der österreichischen Volkspartei, der Tiroler-Volkspartei.
00:16:12: was passiert wenn diese ganzen Maßnahmen über die man alle diskutieren kann wie immer mitgetragen, wie man teilweise kritisch sehen, Nachtfahrverbrügel und alles, dann kann man alles diskutieren.
00:16:21: Was passiert dann schlussendlich wirklich?
00:16:22: Wenn es uns um die Ohren folgt.
00:16:25: Das wird möglicherweise kommen und da fällt einfach der Plan D aber das werden wir im Herd sind.
00:16:30: Ganz kurz um es konkret zu machen, weil jetzt haben wir da wieder irgendwie auf der Metebene diskutiert.
00:16:36: Aber du konkret bist du für den Gigaliner oder bist du dagegen?
00:16:40: Auf Tiroler Straßen!
00:16:41: Ich bin natürlich gegen LKWs, die noch mehr Lärm machen oder die nochmal Verschmutzung machen nur.
00:16:49: Du musst auch ehrlich sein es ist die Möglichkeit der Elektrifizierung des ganzen Fuhrbarkes.
00:16:54: Der Lkw wird da schon länger diskutiert.
00:16:57: Wenn's die Möglichkeit gibt dass die irgendwo fahren können in Tirol Siege das nicht dann gibt sie auch die Straßenbeschaftenheit.
00:17:02: Das muss man auch ganz klar sagen.
00:17:03: aber wenn der Lkwe elektrifiziert wird, nicht dann habe ich das CO²-Ausstoß habe immer dann kann ich mich noch über Lärme unterhalten.
00:17:13: Aber auf der anderen Seite muss man auch dazusagen, dass die Euro-Klasse V oder VI, was mittlerweile bei den Lkw sind, hier nicht mehr vergleichbar sind mit denen, wo vor zehn Jahren, wo wir die Maßnahmen erlassen haben.
00:17:23: Da muss man ehrliche Diskussion führen und da sage ich auch das die Trollervolksbarkeit diese ehrlichen Diskussion schalt weil sie einfach Angst hat vor einer Diskussion draußen nicht.
00:17:32: Und das ist aus meiner Sicht nicht richtig, aber wir werden im Herbst die Diskussion führen müssen.
00:17:36: Weil ab Herbst würden die ganzen Maßnahmen in Frage gestellt werden und dann hoffen wir schon dass man vernünftige Lösungen für die Zukunft der Tiroler zu weh geht.
00:17:45: Eine
00:17:46: Frage, die mir jetzt auf der Zunge brennt aus dem was ich da gehört habe Wie schwierig ist es eigentlich sich eben als Landtagsabgeordneter mit dem Nationalrat abzustimmen mit der eigenen Partei und dann auf EU-Ebene.
00:18:01: Das muss ja eine große Herausforderung sein, weil hier natürlich immer mehr Interessen reinkommen.
00:18:06: Je größer das Gebilde ist wie macht man es am geschicktesten?
00:18:09: Weil die einzige Lösung gibt's da ja nicht.
00:18:12: Ja also,
00:18:13: ein Satz vielleicht dazu, das ist natürlich immer klar aber es ist ja immer so obersticht unter.
00:18:18: Das ist ja meistens so.
00:18:21: Jeder hat einen Chef auf Deutsch gesagt mit und das ist halt so dass wir natürlich in einer Partei, in einem Parteiengefüge Er hat keine Einzelmeinung, das ist der Vorteil von der Liste Fritz.
00:18:30: Nur in Tiroldos sind... Dafür haben sie auch keine Vernetzung und dafür erreichen es aus meiner Sicht weniger weil man nur in Terold tätig ist.
00:18:37: Aber natürlich hat man eine Bundeslinie, die man koordinieren kann.
00:18:40: Aber wir haben jetzt bei der FPÖ sehr starke Vertreter im Bund auch.
00:18:45: Das ist ja meine Person selber als Landesparteiobmann, wo wir unsere Situation schon dementsprechend klar da tun.
00:18:51: Wir haben mit dem Verkehrsminister Hofer damals von der FPö klare Vereinbarungen gehabt – also da gibt es überhaupt nichts!
00:18:58: Die Transitpolitik vom Herrn Hofer war überhaupt nicht zu bekritteln.
00:19:03: im Gegenteil und das hat sogar für den ÖVP immer sehr lohntet.
00:19:06: Worte gegeben.
00:19:07: Aber man tut sich natürlich, wenn man andere Meinung ist muss man sich abstimmen aber es ist klar obersticht und dann nicht und so.
00:19:13: Aber da muss ich auch dazu sagen, wenn's wirklich um essentielle Sachen geht wie die Gesundheit der Tirolerin oder Tirola, dann ist man wurscht wer da oben ist sondern man geht es um die Tirole Interessen.
00:19:23: das werden wir dementsprechend klarer erregen.
00:19:25: Aber ist klar, koordinieren!
00:19:27: ist immer schwierig, auch mit Brüssen da.
00:19:28: Ja natürlich!
00:19:30: Jetzt gehe ich in den Fallen Kolland nur die Möglichkeit mir das kurz darzulegen wie es in der Volkspartei läuft und dann würde ich gerne zu die Fördergelder kommen.
00:19:36: zum Thema Förder gelder für Tirol.
00:19:39: Bitte.
00:19:40: Ja, natürlich wirst du Markus auch schon gesagt hat, die Abstimmung ist unsmunkbar.
00:19:45: durchaus sehr kontroversiell, weil die Tirolerposition anders ist als wir sie beispielsweise in Wien oder in Kärnten und in Burmland sind.
00:19:52: Wir haben auch andere Interessen an den Interessenslagen.
00:19:54: aber am Ende des Tages ist es schon klar wie ich sehe ja auch das Abgeordnete schon mit den Tirolern verpflichtet wenn man mir sitzt neben dem Tirole Landtag und hier im Parlament in Wyn und dementsprechend ist es unsere Aufgabe auch da auch wenn's notwendig ist einmal durchaus auf den Tisch zu hauen.
00:20:09: Nicht so, dass wir uns über die Medien da großartig Dinge ausrichten müssen weil das am Ende des Tages auch nicht viel bringt.
00:20:15: aber in den Gremien, die wir ja auch in der Partei haben, da haben wir auch hochrangige Vertreter, zuvor das natürlich mit unserem Landeshauptmann, dort wird schon Dacheles gesprochen also
00:20:24: d.h.,
00:20:25: da werden nicht gesagt naja dann ist es jetzt auch immer nichts machen sondern eben bei diesen Themen Gesundheit beispielsweise aber auch Transit und all diese Dinge Dieses Thema Transit spielt für manche in Österreich keine Rolle.
00:20:37: Das ist unser Tiroler-Thema, das uns so hoch belastet und dementsprechend müssen wir es auch immer wieder deutlich machen damit's in der Agenda nicht nach unten wandert sondern immer wieder betonen Transit.
00:20:47: Da müssen wir uns darum kümmern und da erwarten wir die Unterstützung und die kriegen wir auch.
00:20:50: Also hier hat eigentlich Österreich eine sehr klare Position in der Transitfrage gegenüber der Europäischen Union.
00:20:57: Und da hoffen wir schon, dass wir auch entsprechend unser Interesse weiter durchsetzen.
00:21:01: Ja, weil es angesprochen worden ist diese Klage die ist natürlich für uns schwierig.
00:21:05: Wir wissen nicht wirklich was rauskommt.
00:21:06: ich glaube nicht Dass alle Maßnahmen in Frage gestellt werden das glaube ich nicht.
00:21:10: aber dass da oder dort Nachbesserungsbedarf geben wird unsererseits und dass wir wieder schauen müssen wie man darauf reagieren.
00:21:16: Das ist durchaus möglich.
00:21:26: Dass es Gewitterolaöl für einiges schwieriger ist, da sich dementsprechend gehört zu verschaffen.
00:21:32: Wie für uns ist auch klar, weil ihr habt ja mit der Europäischen Volkspartei eine Partner in Europa die wirklich sehr fossierend für diesen freien Warenverkehr sind nicht?
00:21:41: Das ist ja eines der Grundfreiheiten.
00:21:43: Und jemand in Berlin oder in Hamburg, der wird nicht verstehen, dass die Rollerinnen irgendwelche Restriktionen machen.
00:21:51: Wenn er mit seinem LKW-Rolli will nicht.
00:21:53: Also das denke ich mir schon ist sehr schwierig.
00:21:55: Sehr herausfordernd für die Rollelfarbe aber dafür stellt sich ein und anfühlt es noch möglicherweise den Landesabmann.
00:22:02: Da erwartet man sich dann auch aus dem entsprechend was da entsprechend Gutes rauskommt.
00:22:08: Gut!
00:22:09: Wir kommen jetzt zu den Fördergeldern für Tirol, weil aktuell erhält Tiroll rund hundertvierzig Millionen Euro an Regionalförderungen.
00:22:17: Und jetzt soll ja aber der EU-Struktur und Investitionsfonds für die regionale Entwicklung – also der Koalitionsfond – für den Zeitraum von zwanzig Acht oder Zwanzig bis zwanzighierdreißig neu aufgestellt werden!
00:22:30: Es drohen einerseits Kürzungen, andererseits sollen die von Ländern und Bund co-finanzierten Förderung künftig zentral verteilt werden.
00:22:37: Und insgesamt geht es in dem Zeitraum um nicht weniger als eine Milliarde Euro für Tirol.
00:22:45: Herr Kolland Wie kann man das schaffen?
00:22:49: Dass wir als vereintes Bundesland im Brüssel und in Wien sicherstellen dass die Entscheidungsgewalt über dieses Geld weiterhin in Tiroll bleibt.
00:23:01: Das wäre ja grundsätzlich die Idee, dass diese Mittel jetzt von den einzelnen Nationalstaaten verteilt werden.
00:23:06: Das ist das, was sehr intensiv diskutiert wird.
00:23:09: D.h.,
00:23:10: dass die Nationalstaate diese Mittel entsprechend verteilen können.
00:23:15: und da ist es für uns natürlich schon wichtig darauf hinzuweisen, dass die Regionalpolitik gerade in Tirol ein ganz wichtiges Element ist.
00:23:23: Wenn man sich Österreich anschaut, sei es seit dem Jahr zwanzig das einzige Bundesland wo wirklich das Gesamtheit mit Liederregionen abgedeckt ist.
00:23:31: Und da passieren definitiv hervorragende Projekte die es auch wirklich wert sind mit finanziert zu werden.
00:23:36: nur als Beispiel wir haben derzeit auch in meiner Heimatgemeinde planen wir gemeinsam mit Kifasförden also der Gemeinde auf der anderen Seite des ins bayerische Intal-Gemeinde die Richtung einer Fuß- und Radwegbrücke, wo die Europäische Union genau über diese Regionalmittel – wir hoffen auf siebzig Prozent mitfinanziert.
00:23:59: Nur so ist ein solches Projekt für uns überhaupt möglich, weil das Gemeinderat schafft es nicht, dies zu stemmen.
00:24:03: Und das sind ganz konkrete Projekte, in denen man dann schon Europa auch wirklich spürbar macht im Tirol.
00:24:09: Was jetzt derzeit natürlich intensiv diskutiert wird dieser Topf, das ist ein gemeinsamer auch mit der Landwirtschaft, mit den entsprechenden Fördermittel der Landwirtschaft Und da geht es jetzt sehr stark um Verteilungsfragen, und das ist nicht einfach.
00:24:22: Aber ich hoffe schon, dass wir auch weiterhin im Stande sind gute Regionalprojekte entsprechend zu fördern.
00:24:28: Ich glaube die Qualität muss passen – das ist immer so!
00:24:30: Also einfach die Mittel zur Verfügung zu stellen und dann zu sagen ja, jetzt schauke es mir was daraus machts und hoffentlich ist es sowas kurz.
00:24:36: Das wird zu wenig sein, da braucht es schon eine Qualitätssicherung.
00:24:39: aber wir haben ganz viele Projekte wo sich auszahlt, dass die Europäische Union entsprechend auch mitfinanziert Und das muss gesichert sein.
00:24:46: Die Diskussion ist sehr intensiv, ich tausche mir da immer wieder auch mit Ministeriumsvertretern aus.
00:24:52: Aber auf der anderen Seite natürlich die Europäische Union gewichtet gewisse Finanzmittel auch neu – das merken wir jetzt auch.
00:25:00: Es fließt halt derzeit relativ viel in Verteidigung und es hat mit einer geopolitischen Situation zu tun.
00:25:05: Verteiligungen und Sicherheit haben an Wert gewonnen und dementsprechend hart ist auch das Ringen.
00:25:09: aber wir werden schauen dass man uns möglichst viele Regionalmitteln auch in Zukunft er sichern.
00:25:13: Herr Abwärtskassier, haben Sie sicher eine Meinung dazu?
00:25:16: Ja logisch.
00:25:18: Ich muss sagen, Österreich ist schon seit dem ersten Jahrzehnte und fünfundneinzig Teil dieser Europäischen Union und seit diesem Tag im Äthiozahler.
00:25:25: Das muss man auch ganz klar sagen.
00:25:27: Man zahlt relativ viel in diesen europäischen Topf hinein und wenn man sich jetzt global anschaut... was die Europäische Union damit macht, mit sehr viel Geld und dann habe ich ein Problem damit.
00:25:39: Ich habe es vorhin schon angekündigt, diese neuen Zwei-Tausendfünfhundertbeamte für Brüssel ist in der heutigen Zeit nicht argumentierbar ausleihen.
00:25:47: Wir haben auf der anderen Seite einen Europaparlament, das im Strasbourg tagt.
00:25:52: Auf der anderer Seite ist die Kommission in Brüssel.
00:25:55: Wir tagen glaube achtmal oder sechs, sieben Mal ertagen Sie ins Strasburt, d. h., sich der ganze Apparat über singeltes Kost.
00:26:03: Milliarden auf Jahre gerechnet, um dann herzugehen und zu sagen die Strukturförderungen für die Länder, für die Regionen werden gekürzt.
00:26:12: Das ist ja genau das was die Leute draußen nicht mehr verstehen.
00:26:15: Ich glaube man muss eine europäische Union haben, die näher bei der Bevölkerung ist, mehr bei den Europäern in den Europären.
00:26:21: Wir haben sehr viel weit weg!
00:26:23: Jetzt die von der Leine, ich habe sie schon mal erwähnt.
00:26:25: Die Kommission wird als abgehoben erachtet wenn man sich draußen mit den Leuten unterholt hat als nicht nahbar.
00:26:32: und wenn dann solche Meldungen kommen dann verstehe ich das nicht.
00:26:35: in die Verteidigung angesprochen ja aber EU-Sanktionen gegenüber russische Sanktionen auf der einen Seite kosten ein Haufen Geld, belasten die Europäer in Europa.
00:26:45: Jetzt können wir geologisieren darüber diskutieren ist es gescheit oder nicht?
00:26:49: gescheite Haftungen im Milliardenbereich in diesen Sachen für die Ukraine wo man diskutieren kann ist das jetzt wirklich angemessen ja oder nein?
00:27:00: und sich dann zu unterhalten wenn Strukturförderung gestrichen werden finde ich halt echt falsch.
00:27:05: also ich finde es wird sich schlecht von der europäischen Union unbarmärkt dass man da sehr weit weg ist von der Tagesrealität, die ich hier alle betriffe.
00:27:16: Wenn ich kurz darauf replizieren darf weil das zeigt relativ gut dieses Beispiel was Markus angeführt hat mit Strasbourg und Brüssel warum es in der Europäischen Union insgesamt natürlich auch wenn es um Veränderungen geht schwierig ist.
00:27:30: Ich war letztes Jahr im Herbst in Strasbourg und wir haben da die Möglichkeit gehabt, mit Regionalparlamenten in Strassburg auch entsprechend Gespräche zu führen.
00:27:39: Und dann haben wir dieses Thema angesprochen – dieser Wanderzirkus der Stadtfinanzen, der abzulehnen ist – ich glaube das sind immer unsere Einigungen!
00:27:44: Dann haben sie jetzt für mich gesagt, naja Sie sind auch dafür, dass dies abgeschafft wird, es sollte alles in Straßburg sein.
00:27:49: Also... Jetzt hat's immer beim Thema was Markus angesprochen hat….
00:27:54: Mit diesem Einstimmigkeitsprinzip des Europäischen Unionhaarbeien werde ich das nie wegbringen.
00:27:58: Das werden nicht gehen.
00:28:00: Das heißt, die werden immer dagegen sein, dass das von Straßburg abgezogen wird.
00:28:03: Logisch weil sie haben mir erklärt, dass dies natürlich touristisch und die Gesamtwirtschaftsschöpfung betreffend für die Region ein Riesenvorteil ist.
00:28:09: Also das heißt mit der Einstimmigkeit wird es immer eine gewisse Blockademöglichkeit auch geben und die werden da immer dagegen sind.
00:28:17: also von dem her ist dieses Konstrukt natürlich insgesamt auch durchaus herausfordernd.
00:28:21: was die Schwerpunktsetzung Betrifft, was die Mittel anbelangt?
00:28:25: Ja.
00:28:25: Da können wir darüber diskutieren.
00:28:28: Ukrainekrieg, Russland Sanktionen ... Das wäre tagesführende Diskussion da drüber.
00:28:34: dass diese Verlagerung stattfindet, ist ein Faktum und ich verstehe es auch.
00:28:38: Und die Bier auch nicht.
00:28:39: dagegen muss ich sagen.
00:28:40: Ich glaube die Sicherheitssituation haben wir jetzt über Jahrzehnte hinweg auch unterschätzt.
00:28:43: Wir haben auch davon profitiert.
00:28:45: Die Verteidigungsbudget sind in allen europäischen Ländern massiv nach unten gefahren und haben das Geld für Sozialsysteme usw.
00:28:50: eingesetzt.
00:28:52: Jetzt kehrt sie die Situation um – die Amerikaner scheinen sich einfach sukzessive sicherheitspolitisch aus Europa zurückzuziehen.
00:28:59: müssen wir halt auch sicherheitspolitisch erwachsen werden.
00:29:01: Und da ist die Europäische Union gefordert, also dafür habe ich schon Verständnis.
00:29:05: Wir müssen nur schauen was die Regionalpolitik betrifft, die wirklich guten Dinge passieren und da gibt es ganz viele, dass sie dann nicht zum Opfer dieser Sicherheitsinteressen auch werden sondern wir müssen schauen das entsprechend diese Mittel auch gesichert sind.
00:29:18: Das ist ein hartes Ringen weil natürlich auch die Landwirtschaftsvertreter massiv drauf bochen, dass für die Bauern die Fördermittel erhalten bleiben.
00:29:25: Also die Diskussion wird uns definitiv noch länger begleiten.
00:29:28: Es ist halt ansatznah.
00:29:30: Wie gesagt, wenn dafür die Einstimmigkeit aufzugeben würde ich jetzt eher nicht und sollen sie bleiben als wir sind.
00:29:37: Das ist mir dann weniger wert.
00:29:38: aber man sieht halt je größer ein Apparat wird desto korruptionsanfälliger wird da.
00:29:43: das muss man ganz klar sagen.
00:29:44: also es ist ja nicht so lange her wo man einen großen Korruptionsfall innerhalb der Europäischen Union jetzt aufgedeckt hat.
00:29:50: Aber das ist ja nur die Spitze des Eisbergs weil man weiß nicht mehr ehrlich ist.
00:29:56: Fördergelder hat, wenn man teilweise Projekte fördert, dann fehlt mir persönlich auch immer wieder die Kontrolle.
00:30:03: Ist das jetzt noch für die europäische Union?
00:30:05: Ist es gescheitert oder nicht gescheiten?
00:30:06: Ich glaube da ist ein Rieseneinsparungspotenzial.
00:30:08: Da wäre er auf europäischer Ebene.
00:30:10: aber insgesamt glaube ich schon dass die Regionen gefördert werden mehr gefördert gehören und dass man wirklich die Hände davon weg lassen soll jetzt herzugehen weil dann fällt weniger Verständnis für die Europäische Union bei den Tirolern und Tirolen, das ist schon sehr kritisch.
00:30:28: Wir gehen jetzt schon aufs Ende unserer Diskussion zu.
00:30:31: Es gibt wahnsinnig viele Themen, die wir nicht einmal gestreift haben in dieser halben Stunde tatsächlich.
00:30:36: aber eines weiß ich dass die Bevölkerung sehr interessiert und es möchte jetzt ganz zum Schluss nur bringen und zwar da geht's um die einheimischen Tarife.
00:30:44: ja weil das ist ein Thema wo ich glaube alle Tiroler Parteien dafür sind die wieder zurückzuholen, und die wurden ja seit dem Jahr zwei Jahrzehnten durch die EU-Geoblockingverordnung verboten.
00:30:57: Und jetzt haben aber zahlreiche EU-Staaten nicht nur bei uns die Kommission aufgefordert eine Lösung zu finden.
00:31:05: Da hätte ich gerne noch jeweils ein Statement von Ihnen dazu, wie man das umsetzen kann, wie es vielleicht in anderen Ländern gehandhabt wird, ob es da ein Beispiel gibt, den man folgen kann damit die Leute wissen, wie's da weitergehen könnte.
00:31:21: Wie wird es in anderen europäischen Ländern gehandhabt?
00:31:24: Da werde ich es genauso gemacht.
00:31:26: Ich war letztes Jahr eine Woche auf Lanza Rotte gehört zu Spanien und damit zur Europäischen Union, da ist das groß ausgeschildert.
00:31:33: also wenn du ein Bewohner der Insel bist was dein eigener Tarif, wenn du Spanier bist was deine eigenen Tarif oder sonstiger mit teilweise einen riesen Unterschied.
00:31:43: Und auch der zuständige Kommissar hat ja, wie er Tirol besucht hat offen zugegeben an den Wochenenden sind seines Wissens die Museen in Griechenland für die Griechengostenlos.
00:31:53: Also das heißt es passiert ja jetzt schon und es ist auf meiner Sache total gerechtfertigt und wir müssen schauen dass wir diese Einheimischen Tarife entsprechend auch auf europäische Ebene verankern.
00:32:05: da gibt's jetzt auch muss man sagen Bewegung.
00:32:07: Es gibt auch den klaren Auftrag der Kommission des entsprechend zu berücksichtigen.
00:32:13: Das finde ich auch wichtig, weil man muss schon sehen.
00:32:16: Der Tourismus ist ein starker Wirtschaftszweig bei uns, bringt Wertschöpfung, bringt Arbeitsplätze.
00:32:21: Aber da oder dort ist er durchaus auch Belastung.
00:32:23: Wir haben fünfzig Millionen Nichtigungen im Jahr in Tirol und wir haben über dreihunderttausend Gästebetten.
00:32:30: Wir sind froh wenn viele zu uns kommen aber natürlich wenn es um Verkehr geht und auch wenn es Umpreisentwicklung geht dann wissen wir, dass der Tourismus natürlich ein Faktor ist.
00:32:38: Und dementsprechend haben sie sich deren Ebene schon einfach auch verdient diese Infrastruktur die ja auch von uns mit bezahlt wird und geschaffen wird die die Gästen nutzen entsprechend kostengünstiger zu nutzen.
00:32:47: Also da müssen wir schauen, dass man das möglichst schnell hinbringen.
00:32:51: Ich weiß es ist ein Ärgernis und ich muss sagen, ich verstehe auch den Unmut.
00:32:57: Wir müssen einfach schauen, was schnellstmögliches wieder sanieren weil die Tirolerinnen und Tirol an diesem Vorteil sich verdient haben über die Belastungssituationen, die es da oder dort durch den Tourismus durchaus gibt.
00:33:07: Danke!
00:33:08: Ja, das ist immer eine Meinung.
00:33:09: Also es ist aber genau dieses Problem.
00:33:11: Es ist so genannte Goldplating nicht?
00:33:13: Das ist ja diese Übererfüllung der EU-Maßnahmen der Mindeststandards die Österreich immer hat.
00:33:17: Das muss ich auch sagen wir sind überall Musterschüler.
00:33:20: also mal sich an anderen Ländern wie jetzt beispielsweise Spanien orientieren oder Italien dass man gewisse Sachen einfach nicht immer hundertprozentig oder sofort umsetzen muss.
00:33:29: in der damaligen Regierung ÖVPFB, siebzehneinzehn hat sich diese Initiative gegeben diese Regelungen zu pletten zu eliminieren, da hat es schon einige gute Sachen gegeben.
00:33:40: Das gehört auch aus meiner Sicht ganz klar.
00:33:41: die einheimischen Tarife dazu.
00:33:43: also wenn ich im Ausland bin dann hätte ich absolut Verständnis als Tourist in Paris beispielsweise wenn's der einheimische Tarif gibt weil wir belasten ja auch Nicht als Tourist.
00:33:54: du vorschien, du hast ja CO-Zwei.
00:33:56: Du hast schon keinen gescheiten Fußabdruck.
00:33:58: Du bist dort die Pariser sind dementsprechend geplagt.
00:34:02: und dann für ein Zeichen von so viel Tourismus es geht dir uns genauso umgekehrt nicht.
00:34:05: das ist nicht nur was Positives sondern der Tourismus bringt dir auch negative Sachen.
00:34:10: Dann muss man erwarten können Infrastruktur etc.
00:34:13: Da muss man erwarten können dass man ein paar Euro für gewisse Tätigkeiten mehr zahlt.
00:34:18: Das Verständnis habe ich im Ausland also gehe ihr davon aus und jeder, der dann nicht mehr kommt weil er zwei oder drei Euro für gewisse Leistungen mehr zahlt, soll an der Hand bleiben.
00:34:27: Da muss ich ganz klar sagen diesen einheimischen Tarif braucht es und das ist auch wieder etwas Positives der Europäischen Union wenn sie einfach diese Maßnahmen... Das ist ja nicht aus der Luft geriffen.
00:34:38: man hat ja positive Maßnahmen.
00:34:40: also man hatte Argumente dafür.
00:34:42: wie gesagt die Belastung durch den Tourismus, der muss ja auch weitergegeben werden an die Bevölkerung.
00:34:47: Also da könnte die Europäische Union Vorreiterrolle haben und sagen okay das verstehe ich und absolut nicht nachvollziehbar dass es da so Blockade gibt.
00:34:56: Dann bedanke mich bei Ihnen beiden.
00:34:59: wir kommen bevor's ganz dem Ende zugeht.
00:35:01: noch zu unserem Spielmoment sie wurden vorgewarnt im Vorgespräch und zwar dass Sie einander während des Gesprächs gut zugehört haben Und ein Argument, das gegenüber mit den eigenen Worten zusammenfassen muss nicht der eigene Meinung entsprechend.
00:35:16: einfach nur für das Wertschätzende miteinander.
00:35:20: Wer wird gern starten?
00:35:22: Ich kann gerne starten!
00:35:24: Was ich absolut positiv finde ist, dass Markus es auch eingangs erwähnt hat, dass er ein pro-Europäer ist und sich europaweit gebildet hat.
00:35:38: Und ich glaube, dass das eine Basis ist um auf ganz vieles dann aufbauen zu können.
00:35:42: Auch beispielsweise in der Transitfrage.
00:35:44: Ich glaube wir haben die grundsätzlich gleiche Einstellung dazu.
00:35:47: Wir wissen alle, dass diese Belastung auch entsprechend reduziert gehört.
00:35:51: Dass wird da oder dort in Norsen vielleicht unterschiedlicher Meinung sind gehört dazu.
00:35:54: Das brauchen wir gar nicht diskutieren.
00:35:57: Aber Grundsätzlich pro europäische Einstellung Wertzuschätzen was da auch entsprechend in Europa entstanden ist Auch mit Kritik an gewissen Institutionen, die zum Teil auch entsprechend verstehen und teilen.
00:36:08: Aber pro europäischer Zugang ist es gerade in dieser Zeit unheimlich wichtig und das ist etwas, was ich schon positiv vorstreichen will.
00:36:15: Danke Herr Abwärtsger.
00:36:17: Ja also ich muss sogar noch weiter.
00:36:19: Ich habe jetzt kein Argument gefunden wo ich nicht ein bisschen unterstreichen könnte oder unterschreiben kann.
00:36:25: Also ich glaube dass das gesamte jetzt nicht nur das pro-europäische von von dir jetzt aber auch mit der Kritik an der Europäischen Union sehr positiv ist, sondern allgemein auch die herangehensweise.
00:36:35: Es ist nur nicht bei dir persönlich, aber insgesamt muss ich mal fragen das Verständnis allgemeinen der europäischen Volkspartei oder der Volkspartei in welche Richtung will man Europa verändern?
00:36:48: Das ist halt meine Frage wo ich jetzt nicht ganz... klar bin insgesamt der Parapositionierung.
00:36:54: Aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass wir da drüber Probleme haben beim Diskutieren und inhaltlich glaube auch, dass man einiges weiterbringen könnte?
00:37:02: Wir
00:37:02: kämen schon zusammen sozusagen!
00:37:07: Dann nehmen wir das als Miteinander-Signal aus dem Tiroler Landtag für konstruktive Gespräche.
00:37:15: Fein Danke, dass Sie da waren und ich möchte mich auch bei unseren Zuhörerinnen und Zuhören und Zuschauerinnen und Zuschauern über den Videopodcast bedanken.
00:37:25: Falls euch die Folge gefallen hat lasst uns ein Abo da!
00:37:28: Und eine gute Bewertung und teilt es gerne eure Gedanken dazu mit uns unter Adlerohren et Tyrol.tv.at oder auf unseren Social-Media Kanälen.
00:37:39: Danke fürs Zuhören, danke, dass sie beide sich Zeit genommen haben.
00:37:43: Bleibt's demokratisch?
00:37:45: Wir hören und sehen uns beim nächsten Mal.
00:37:47: Servus
00:38:00: für dich!
Neuer Kommentar